Biblioteca nazionale centrale di Roma

Die neuere der italienischen Nationalbibliotheken liegt an der Metrostation C. Pretorio, in der Nähe des Hauptbahnhofs Termini. Schon im Fahrstuhl sollte man wegen das nahenden Wissenstempels leise sein, wie man dem Fußgängerleitsystem im Tunnel entnehmen kann:

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Umberto Ecos Glosse „wie man eine öffentliche Bibliothek betreibt“ kommt einem schon am Eingang in den Sinn, wo eine mit Packband angebrachte Mitteilung den Besucher darauf hinweist, dass in der Karwoche (die in Italien keinen einzigen gesetzlichen Feiertag enthält) die Öffnungszeiten auf gerade mal 4 Stunden, natürlich am Vormittag) beschränkt werden:

karwoche

Bürokratisch geht es an der Garderobe weiter, um einen Spindschlüssel zu bekommen, muss man sich in ein Buch eintragen lassen. Um überhaupt in die Bibliothek zu gelangen, muss ein vom Umfang einem Personalbogen im öffentlichen Dienst entsprechendes Formular ausgefüllt werden – unter Vorlage diverser Legitimationen und Referenzen.

ganz

Ein zu hochschwelliges Angebot, wenn man lediglich einen Blick in den Lesesaal, in die Kataloge und auf die italienischen Kollegen werfen möchte. Offenbar gilt das Schild „Divieto di Accesso“, das am Zaun zum angrenzenden Militärobjekt angebracht ist, ebenfalls für das Bibliotheksgelände.

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Wenigstens für das leibliche Wohl scheint gesorgt , das Bibliocaffe liegt allerdings auch in der verbotenen Zone.

caffe

Vom Angebot erkennt man durch die Scheiben vorwiegend Sektflaschen. Asti Spumante wird es nicht gerade sein, jedoch hat vermutlich auch das italienische Bibliothekswesen VIPs als besonders zu umwerbende Zielgruppe in den Blick genommen.

spumante

Ein schönes Plätzchen, einem Amphitheater nachempfunden, gibt es für den Verzehr mitgebrachter Stullen. Fraglich ist bloß, wie sich solche aus italienischem Brot herstellen lassen.

amphi

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