Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

Der Name der Bibliothek verweist auf die Vorgängerinstitutionen Sächsische Landesbibliothek (SLB) und Universitätsbibliothek der TU Dresden (UB), umgangssprachlich verschmilzt das Begriffsmonstrum zu „SLUB“.

Von außen sieht das Objekt erst einmal recht überschaubar aus, erinnert eher an ein Schwimmbad oder eine Forellenzuchtanlage.

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Ruft man sich das Gelände vor dem Neubau in Erinnerung (die Pappeln und Bänke rundum helfen dabei), wird das architektonische Prinzip klar: In das Stadion der TU wurden ein paar Zwischendecken eingezogen – (Glas)deckel drauf – fertig! So hat die Bibliothek jetzt die Fläche von 3 Fussballfeldern übereinander zur Verfügung, zuzüglich der beiden Hochbauten, in denen Verwaltung, Buchmuseum und die weiter unten noch besonders zu berücksichtigende Biblounge untergebracht sind.
Das Innere ist, wie schon der TUB-Neubau in Berlin, geprägt von Sichtbeton und frei liegenden Installationen, das Industrial-Design wird hier in Dresden allerdings durch warme Holztöne der Regale und Säulenverkleidungen sowie den schallschluckenden Korkfußboden abgemildert.

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Eine Kombination von Uni- und Landesbibliothek hat in der Regel für den Nutzer Vorteile – großzügigere Öffnungszeiten, ein sowohl breiteres als auch spezielleres Medienangebot, Bessere Bedingungen zur Nutzung von Nichtbuchmedien

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einen Universallesesaal sowie einen (in Berlin schmerzhaft vermissten) großen, fächerübergreifenden Zeitschriften-Freihandbestand.

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Für den hungrigen Leser hält die vom Studentenwerk Dresden betriebene Biblounge fast während der gesamten Öffnungszeit der Bibliothek Erfrischendes und Stärkendes zu günstigen Preisen bereit.

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Leider ist das Angebot an warmen Speisen auf das übliche Cafeteria-Spektrum beschränkt (Schnitzel, Bockwurst, Sülze mit Salat, Soljanka etc.). Doktoranden oder andere Jeden-Tag-Leser können nicht auf täglich wechselnde Gerichte hoffen, wie dies z.B. eine für Bibliotheksnutzer offene Mitarbeiterkantine bzw. Mensa ermöglichen würde.
In der wärmeren Jahreszeit bieten sich die großzügigen Rasenflächen und die Bänke auf den ehemaligen Stadion-Zuschauerrängen zum Sonne tanken und Verzehr von Mitgebrachtem an.

This article was written by leser

In früher Kindheit sah sie den Film "Brust oder Keule" mit Louis de Funès und strebt seitdem eine Laufbahn als Gastrokritikerin an. Die beruflichen Umwege dorthin nutzt sie für Alltagsbeobachtungen in der Mittagspause.

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