Bibliothek der Freien – Anarchistische Bücherei

Die im verwinkelten 2. Hinterhaus des Hauses der Demokratie und Menschenrechte nicht leicht zu findende Bibliothek sammelt Publikationen und Archivalien zu Theorie und Praxis
des Anarchismus, der Name knüpft programmatisch an den Berliner Kreis der Freien aus der Zeit des Vormärz an. Die Öffnungszeiten sind mit zwei Stunden am Freitagabend recht bescheiden, man kann aber telefonisch eine individuelle Nutzung vereinbaren (werktags zwischen 14 und 16 Uhr unter 313 34 33)
Die Systematik unterscheidet grob 7 Gruppen:
1. Anarchismus allgemein
2. Libertäre A-Z
3. Libertäre Bewegungen (nach Ländern)
4. Umfeldthemen (Herrschaftskritik, Ethnologie, Pädagogik usw.)
5. Aufklärung, Vormärz, Linkshegelianismus, Frühsozialismus
6. Kritik des „Real existierenden Sozialismus“
7. Unkonventionelle Literatur. Anarchismus und Kunst
Besonders bemerkenswert ist der Zeitschriftenbestand.

tribuna

In der Bibliothek finden regelmäßig Veranstaltungen statt, zu denen sich ein illustrer Kreis einfindet. Zum Anarchisten scheinen sich vor allem Männer berufen zu fühlen, man trifft sogar auf männliche Anarcho-Feministen.
Ein Mitbegründer der anarchistischen Bewegung in Italien – Errico Malatesta – gab dem Café im selben Haus seinen Namen. Diese gastronomische Einrichtung hat mit Radeberger vom Fass, einem umfangreichen Imbissangebot, einem unaufgeregten, sympathischen Service und ebensolchem Publikum durchaus Stammkneipenqualitäten.

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