Archiv Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Das Archiv knüpft seit 1990 konzeptionell und räumlich an die Tradition des Gesamtarchivs der deutschen Juden an und umfasst gegenwärtig ca. 450 laufende Meter Akten, 2.500 Mikrofilme und 11.000 Mikrofiches Quellenmaterial vorwiegend zur Geschichte der jüdischen Gemeinden des früheren Deutschen Reiches.
Der Lesesaal ist sehr klein, gelegentliche Anfälle von Klaustrophobie vertreibt man am besten mit einem Bummel auf der Oranienburger Straße.
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Das Cafe Orange gleich nebenan vermittelt das Gefühl, zu „arbeiten, wo andere Urlaub machen“. Hobbyethno- und -soziologen kommen voll auf ihre Kosten bei der teilnehmenden Beobachtung vorbeiflanierender Touristen aus aller Welt.
Wer einen koscheren Imbiss sucht, lenkt seine Schritte weiter in Richtung Postfuhramt und biegt dann rechts in die Tucholskystraße ein. Gegen den kleinen Hunger zwischendurch hilft vielleicht schon ein Bagel oder Müsliriegel aus dem Kolbo,
kolbo

die einzige orthodoxe Synagoge Deutschlands Adass Jisroel betreibt ein paar Schritte weiter das Beth Cafe.

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Das Oren im Gebäude der Neuen Synagoge ist seit einiger Zeit geschlossen, an gleichem Ort soll ein neues „kosher-style“-Restaurant entstehen, die Werbung lässt nicht darauf hoffen, das es aus dem dunklen Schatten seines Vorgängers heraustreten wird.
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Für Eilige mit schmalerem Geldbeutel empfehlen wir Beckers Fritten Ecke Auguststraße – Pommes aus frischen Kartoffeln mit einer großen Auswahl an Soußen – fast wie in Holland.

fritten
Etwas abseits von den Touristenpfaden in der Johannisstraße das Buddha, ein indischer Imbiss, sicher nicht (noch) schlechter als die teuren Kollegen auf der Oranienburger.

buddha
Döner gibt es etwas weiter nordwestlich an der Einmündung der Linienstraße. Hier befindet sich auch das Xinh Xinh, eine Neueröffnung mit vietnamesischer Küche. Besonders zu empfehlen: Sommerrolle und die frisch gepressten Obst-Möhrensäfte, Balsam für die vom Sütterlinentziffern am Readerprinter flimmernden Augen!

xinhlinienstrasse

Literatur: Stefi Jersch-Wenzel/Reinhard Rürup (Hg.): Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer, Bd. 6: Stiftung „Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“ (2 Teile), München: Saur 2001 (Beständeübersicht und großer Teil der Findbücher).

This article was written by leser

In früher Kindheit sah sie den Film "Brust oder Keule" mit Louis de Funès und strebt seitdem eine Laufbahn als Gastrokritikerin an. Die beruflichen Umwege dorthin nutzt sie für Alltagsbeobachtungen in der Mittagspause.

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