Bibliothek des Zentrums für Antisemitismusforschung

hochkantEin Alleinbesitz-Treffer im KOBV führt hoch hinaus, in die 9. Etage des denkmalgeschützten Telefunken-Hochhauses, das sich heute diverse Institute der TU sowie An-Institute von Telekom und Daimler teilen.
Mit dem Aufzug geht es nach oben. Man bekommt gegen ein Pfand einen Schlüssel für ein Schließfach, trägt sich in ein Nutzerbuch ein – kein Problem, den TU-Bibliotheksausweis zu Hause vergessen zu haben. Auch zum Kopieren ist es nicht erforderlich, die ohnehin schon stattliche Kopierkarten-Sammlung um ein weiteres Plastikkärtchen zu bereichern – es wird bar bezahlt.
Der Bestand der kleinen Bibliothek orientiert sich am thematischen Profil des Instituts – laut Selbstdarstellung auf der Homepage Forschung und Lehre über Vorurteile und ihre Folgen. Das klingt zunächst transdisziplinär-theorielastig, den breitesten Raum nehmen allerdings klassische Regionalstudien zur deutsch-jüdischen Geschichte ein. Hier finden sich viele in Deutschland sonst selten verfügbare Titel und graue Literatur in selbsterklärender Freihandaufstellung. Die Leseplätze befinden sich bereits weit über der berlinüblichen Traufhöhe „Bibliothek des Zentrums für Antisemitismusforschung“ weiterlesen

Camelford Library

Eine freundliche Nachfrage am Ausleihtresen der Stabi West gab den Anstoß, auf der Suche nach Blogbarem die Bibliotheksbesuche der letzten Monate Revue passieren zu lassen. Die Zeitreise, vorbei an den „üblichen verdächtigen“ hier bereits besprochenen Häusern stoppt im letzten Sommer, in der nordsüdwestenglischen Provinz, im Städtchen Camelford.

Wegen der immer lückenloseren Netzanbindung der einheimischen Bevölkerung sind Internetcafes abseits touristischer Hauptrouten immer seltener anzutreffen. „Camelford Library“ weiterlesen

Bankkrise im Staatsarchiv

Alle Jahre wieder, wenn in Dahlem die Magnolien blühen, rückt ein Mangel ins Bewusstsein des vom Aktenstudium müde blinzelnden Lesers: Auf den das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz umgebenden weitläufigen Grünflächen  fehlen…. Bänke!

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Das Archiv in der Archivstraße dokumentiert nahezu neun Jahrhunderte brandenburg-preußischer „Bankkrise im Staatsarchiv“ weiterlesen

Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse ist eine Publikumsmesse. Hier werden also nicht nur Bücher, Autoren und Verlage vermarktet, sondern auch deren Zielgruppe – die Leser – strömen zahlreich auf das Messegelände auf dem Areal des alten Mockauer Flughafens, zum Stöbern und zum Besuch der zahlreichen Literaturveranstaltungen, die hier und anderswo im Rahmen des Festivals „Leipzig liest“ stattfinden.
Sehen und gesehen werden ist ein wichtiger Aspekt des Messerummels. Seit dem Manga-Hype ist die gläserne Eingangshalle zu einem Catwalk für Cosplayer geworden. Die Gothic-Szene belagert die Stände der „Leipziger Buchmesse“ weiterlesen

Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Die Asbestreinigung eines Magazins in der Stabi-West erfordert derzeit die Ausweitung des Literaturbeschaffungs-Reviers. Heute führt die Suche im Verbundkatalog nach einem verfügbaren Exemplar des vorübergehend unzugänglichen Titels in die UB der FU in der Dahlemer Garystraße.
Die Jagdinstinkte werden angeheizt durch die Rauminstallation „The Black Forrest oder der Medienwald“ – Teil der aktuellen Ausstellung „Bücherwelten“ des Künstlers Wolfgang Nieblich im Foyer des Bibliotheks-Hauptgebäudes.

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Von dort aus geht es direkt in die Katakomben „Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin“ weiterlesen

Bibliothek und Archiv für Bildungsgeschichtliche Forschung

Die größte bildungsgeschichtliche Spezialbibliothek Deutschlands ist verkehrsgünstig gelegen – unmittelbar an S- und U-Bahnhof Warschauer Straße unweit des Berliner Ostbahnhofs an der Grenze der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg

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Vorgängerinstitutionen wie Deutsches Schulmuseum, Deutsche Lehrerbücherei. Pädagogische Zentralbibliothek der DDR begründen eine nunmehr fast 130jährige Tradition.

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Neben einem umfangreichen Bestand an Monographien, Zeitschriften, Schulprogrammen und Jahresberichten, einem Archiv mit Nachlässen von Pädagogen wie Friedrich Fröbel, Adolph Diesterweg, Berthold Otto und Adolf Reichwein sind vor allem die Onlineangebote der Bibliothek bemerkenswert. Aber auch die analogen Dienstleistungen lassen wenig zu wünschen übrig mit Lieferzeiten aus dem Magazin von wenigen Minuten, großem Freihandbestand und eigenem Aufsatzlieferdienst.
Dank gleich mehrfacher Bahnhofsnähe ist das Imbissangebot besonders vielgestaltig. Am bekanntesten ist wohl die Kantine von Universal Music.

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Spreeblick und Coolnessfaktor ziehen viel Volk aus der Kreativbranche an. Um in der Mittagspause zu entspannen, z.B. die ausliegende Tagespresse zu lesen, ist es ein bisschen zu voll. Allerdings gibt es hier die wohl schönsten Outdoor-Raucherplätze auf dem Spreesteg, wo im Sommer auch Liegestühle stehen sollen.
Die Gerichte liegen preislich und qualitativ etwas über sonstigem Kantinenniveau – haben aber alle Nachteile, die lange warmgehaltenes Essen eben so hat. Da kann ein Döner z.B. vom Bagdad-Grill am Schlesischen Tor oder die Tagessuppe mit Dessert in der Coffee Bar in der Rotherstraße die klügere Wahl sein.