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Bibliothek des Zentrums für Antisemitismusforschung

hochkantEin Alleinbesitz-Treffer im KOBV führt hoch hinaus, in die 9. Etage des denkmalgeschützten Telefunken-Hochhauses, das sich heute diverse Institute der TU sowie An-Institute von Telekom und Daimler teilen.
Mit dem Aufzug geht es nach oben. Man bekommt gegen ein Pfand einen Schlüssel für ein Schließfach, trägt sich in ein Nutzerbuch ein – kein Problem, den TU-Bibliotheksausweis zu Hause vergessen zu haben. Auch zum Kopieren ist es nicht erforderlich, die ohnehin schon stattliche Kopierkarten-Sammlung um ein weiteres Plastikkärtchen zu bereichern – es wird bar bezahlt.
Der Bestand der kleinen Bibliothek orientiert sich am thematischen Profil des Instituts – laut Selbstdarstellung auf der Homepage Forschung und Lehre über Vorurteile und ihre Folgen. Das klingt zunächst transdisziplinär-theorielastig, den breitesten Raum nehmen allerdings klassische Regionalstudien zur deutsch-jüdischen Geschichte ein. Hier finden sich viele in Deutschland sonst selten verfügbare Titel und graue Literatur in selbsterklärender Freihandaufstellung. Die Leseplätze befinden sich bereits weit über der berlinüblichen Traufhöhe und erlauben einen gigantischen Ausblick auf den Kreisverkehr am Ernst-Reuter-Platz.

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Machte die laut Auskunft der Pförtnerin lange nicht aktualisierte Übersichtstafel im Foyer nicht Hoffnung auf einen Panoramablick in der Cafeteria in der 20. Etage? Volltreffer! Das Studentenwerk hat hier wohl seine am höchsten gelegene Filiale in Berlin, wenn nicht sogar deutschland- oder gar weltweit! Einen Rundumblick gibt es nicht, dafür aber ein psychedelisch-retrokosmisches Mosaik, dass mit dem Menüanzeige-Flatscreen um die Wette oszilliert.

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Das Angebot entspricht üblichen Cafeteria-Standards, also etwas schmaler als in den Mensen. Geöffnet ist von 9-17 Uhr, warmes Essen gibt es nur um die Mittagszeit. Aber dafür kann man sich hier satt SEHEN! Trotz Dämmerung und Großstadt-Dunst erkennt man deutlich Funkturm und Teufelsberg…

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Ohrwürmer wie  „Berlin, Berlin“ von den Gropiuslerchen (featuring Ernst Reuter „Ihr Völker der Welt – schaut auf diese Stadt“) oder die Filmmusik von Koyaanisqatsi drängen sich auf, man schaudert beim Gedanken an Albert Speers Pläne einer Ost-West-Achse für die Welthauptstadt Germania, erinnert sich an Billy Wilders „Eins, Zwei Drei“, Christiane F. und David Bowies „Heroes“ auf dem Dach des Europa-Centers und wird überhaupt – auch und gerade als Ossi – von schwerer Westalgie befallen.

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