Evangelisches Zentralarchiv

Das kirchliche Archivzentrum auf dem Gelände von St. Thomas am Bethaniendamm ist eine wichtige Forschungsstätte für Kirchengeschichte und Familienforschung. Das Archivzentrum beherbergt das Archiv des Berliner Missionswerks, das katholische Diözesanarchiv Berlin, das Landeskirchenarchiv der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Evangelische Zentralarchiv.
Mehr als dreißig Regalkilometer Akten, Architekturzeichnungen zur Kirchenbaugeschichte, Quellen zur Missionsarbeit in Asien und Afrika und mehr als 30.000 Kirchenbücher evangelischer Gemeinden in Berlin und Brandenburg sowie den historischen deutschen Ostgebieten werden hier verwahrt. Die Bibliothek des Archivzentrums vereint die Bestände der Vorgängereinrichtungen der EKD (Reichskirchenbibliothek), des Ökumenischen Archivs, des Kirchlichen Außenamts. der Archive für die Geschichte des Kirchenkampfs, der Evangelischen Kirche der Union (EKU), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie die Gemeinsame Bibliothek des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR und der Evangelischen Kirche der Union – Bereich DDR.
In der 5. Etage des Neubaus befindet sich der schöne, helle Lesesaal mit Mikrofiche-Lesegeräten auf mehreren Ebenen und einer kleinen Handbibliothek, Es gibt Zugang zum Internet und zum lokalen Allegro-Katalog der Bibliothek.

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Wenn die Morgenandacht vorbei ist und keine Veranstaltung stattfindet, kann der Tagungsraum im Erdgeschoss zum Verzehr von Mitgebrachtem genutzt werden. Es gibt eine vollständige Küchenausstattung mit Spüle, Herd und Mikrowelle, Kaffee (fair gehandelt), Tee und Kaltgetränke stehen den Archivnutzern gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung.

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In der unmittelbaren Umgebung des Archivs gibt es kaum lohnende Ziele für den hungrigen Leser. Ein wie ein Kreuzberger Ökologieprojekt anmutendes Bauwerk lässt keinerlei Rückschlüsse auf gastromomische Bewirtschaftung zu. An einem Schild ist eine Telefonnummer angegeben, aber es bleibt unklar, warum man dort anrufen sollte. Das Geheimnis wird gelüftet durch den jüngst erschienenen Artikel „Der Kreuzberger Guerrilla-Garten (F.A.S. vom 18.3.2007): es handelt sich um einen 1983 von einem türkischen Rentner auf einer an der Westseite der Mauer gelegenen, aber zum Staatsgebiet der DDR gehörigen Parzelle angelegten und daher von Ost- und Westberliner Behörden geduldeten Schrebergarten mit einstöckiger Laube.

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Heute bildet der Garten gewissermaßen den Grünstreifen auf dem stark befahrenen Bethaniendamm und wird auch gegenwärtig wegen Kompetenzstreitigkeiten der angrenzenden Stadtbezirke geduldet.
Ein paar Schritte weiter gibt es eine Wagenburg, die aber leider keine Volksküche betreibt, zumindest wirkte das Areal zu mittäglicher Stunde verlassen und es waren beim besten Willen keine Küchengerüche auszumachen.

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