Dokumentationszentrum Berliner Mauer

Die Bernauer Straße ist der einzige Ort in Berlin, wo ein ehemaliger Grenzabschnitt der 4. Generation („Mauer ’75“) vollständig erhalten bzw. rekonstruiert wurde. Nur hier wird noch deutlich, dass es sich eigentlich um zwei Berliner Mauern handelte,mit einem nicht weniger unüberwindlichen Grenzstreifen dazwischen.

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Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde ein Dokumentationszentrum mit Aussichtsplattform eingerichtet. Es präsentiert der interessierten Öffentlichkeit an EDV-Terminals, Lese- und Hörstationen Archivmaterial zur Geschichte vor allem dieses Grenzabschnitts aus dem Archiv des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR (BStU), Polizeiakten der Polizeihistorischen Sammlung aus Ost- und West-Berlin sowie Dokumente aus den Beständen des Bundesarchivs (BA) und der Landesarchive (LA).

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Sicher gehört die Bernauer Straße zu den Gegenden mit der geringsten Gastro-Dichte innerhalb des S-Bahn-Ringes, was in Anbetracht der Besucherströme in Richtung Gedenkstätte verwundert. Immerhin wurde diesem Missstand durch die Aufstellung eines Kaffeeautomaten Rechnung getragen. Die seit dem Bau der Mauer einsetzende und bis heute anhaltende Verödung der einst belebten Geschäftsstraße kommt dem museumspädagogischen Konzept der Visualisierung allerdings entgegen.

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Das an der Eingangstür der Gedenkstätte beworbene, von einem sozialen Träger betriebene“Cafe Berliner Mauer“ ein paar hundert Meter weiter Richtung Nordbahnhof erinnert vom Interieur an den Speiseraum eines Pflegeheimes (diese unsäglichen Kiefernarmlehnstühle mit gemusterten Stoffbezügen, die in den 90er Jahren so allgegenwärtig waren, dass sie sogar die Feinschmeckeretage des KaDeWe verunzierten) und wurde wegen mangelnder Anziehungskraft nicht getestet.

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