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Bundesarchiv Lichterfelde

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde auch die Überlieferung des Deutschen Reichs und Bundes und seiner Nachfolge- und Parallelstaatswesen zusammengeführt und auf drei weitere Berliner Standorte verteilt. In der ehemaligen US-Kaserne „Andrews Barracks“ in Lichterfelde
sind heute folgende Abteilungen untergebracht:
Abteilung R:
Akten, Karten und Karteien aus der Zeit des deutschen Reiches von 1871 bis 1945 mit Vorläuferbehörden
Abteilung DDR:
Akten und Nachlässe aus den Behörden der zentralen staatlichen Verwaltung der DDR
Abteilung Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO):
Unterlagen zentraler Organe der SED, des FDGB, der FDJ und anderer Organisationen sowie Nachlässe
Bibliothek:
Publikationen und vielfältige Graue Literatur aus den Organisationen der DDR, dazu Amtsdruckschriften seit 1871 und Belegexemplare von den Benutzern der Berliner Abteilungen

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Besonders umfangreich und interessant ist die Überlieferung zentraler Behörden des NS-Staates, u.a. Reichsicherheitshauptamt und Reichsippenamt sowie das nach Kriegsende von der US-Armee als Sammellager von beschlagnahmten Dokumenten zur Vorbereitung der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse aufgebaute Berlin Document Center.
Am Eingang bekommt man vom Pförtner einen Spindschlüssel und ein Ansteckschild, der Lesesaal ist auf dem weitläufigen Gelände in einem Neubau untergebracht.

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Die Angestellten an den Infotresen entsprechen angenehmerweise nicht dem doch eher steifen Beamtenimage des Archivars, ebensowenig wie die Nutzer dem anämischen Archivnutzerklischee entsprechen. hier trifft man auf (z.T. mit Würde in die Jahre gekommene) Vertreter aller Jugendkulturen von 1950 bis heute.
Ebenso erfreulich ist das empathische Verhältnis der Archivverwaltung zu seinen Besuchern – man fühlt sich nicht als störender, böse Absichten hegender Eindringling sondern als Mensch mit legitimen Bedürfnissen, z. B. dem nach Nahrungsaufnahme. Im Garderobenraum stehen für die Pause Tische und Stühle, Getränke- (kalt und heiß), Snack- und Flaschenrückgabeautomaten bereit. In der Bibliothek, die in der Garnisonskirche untergebracht ist, steht sogar ein Zigarettenautomat.
Es gibt Limonade in praktischen Halbliterschraubflaschen, man muss nicht gleich alles auf Ex austrinken. Wer es schafft, bis zum frühen Nachmittag im Archiv zu sein, kann die Mitarbeiterkantine mit hochsubventionierten Mahlzeiten mitnutzen, im Sommer sogar mit Freisitz! Busfahrpläne und der Kantinenplan hängen aus, damit man nicht zu lange an der Haltestelle friert und entscheiden kann, ob sich der Weg zur Cafete lohnt.
Alles in allem optimale Bedingungen für hungrige Leser, spektakuläre Aktenfunde kann man darüber hinaus beim Zeus – gleich schräg gegenüber vom Eingang – mit Ouzo und Lammkotelett begehen.

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Kommentar

 
  • leser sagt:

    BA revisited: Der Weg zum Casino lohnt vor allem wegen Frischluft und Bewegung. Der Betreiber hat gewechselt, geändert hat sich nicht viel. Ein „Haxenessen“ wurde auf einem Aushang angekündigt – wer soll nach so einem deftigen Mittagessen noch arbeiten? Zigarettenautomat und Raucherraum gibt es nicht mehr.

 

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