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FU Philologische Bibliothek

Berlin hat eine zweite Fosterkuppel! Das treffendste Bild für den Bibliotheksneubau der FU, der nun die Bestände von elf ehemaligen Zweigbibliotheken beherbergt, fand die Neue Züricher Zeitung: Eine wohlgenährte Zecke, die sich an der ebenfalls von Lord Norman Foster sanierten Rostlaube festgesaugt hat.

Von der Thielallee her kann man auch den Eindruck gewinnen, Nicholas Grimshaws IHK-Gürteltier aus der Fasanenstraße wäre hier im Miniaturformat eingebaut worden. Die Bibliothek wird als Präsenzbibliothek mit Wochenendausleihe geführt, die Öffnungszeiten sind für Berliner Verhältnisse großzügig und ein echter Vorteil zu den früheren Zweigbibliotheken, wo die Bücher oft nicht allgemein zugänglich waren, weil sie in den Zimmern abwesender Institutsmitarbeiter oder sogenannten „Diensthandapparaten“ standen. Die Integration mehrerer Philologien in einer Bibliothek ermöglicht den Blick über den Tellerrand der eigenen Disziplin, erleichtert vergleichende Studien und bietet eine größere Auswahl im Bereich allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft.
Von den 700 000 Bänden stammen die meisten aus der Germa- und Romanisitk.

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Die Slawistik ist ins Kellergeschoss verbannt, das hat allerdings den Vorteil der Nähe zum Copy-Center. Außerdem ist die Luft hier besser als ganz oben in der niederländischen Sammlung (mit 40 000 Bänden die zweitgrößte Deutschlands), wo rote Polsterdrehsessel Leser dazu verführen, ihre atmungspassiven Allstars auszuziehen und die Beine hochzulegen. Eine Cafeteria oder wenigstens einen Automaten sucht man hier vergebens.

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Die „Lobby“ im Kellergeschoss entpuppt sich als Ansammlung von Stühlen im unwirtlichen Durchgang zu den Gruppenarbeitsräumen. Zum Verzehr mitgebrachten Proviants ist sie sicher nicht vorgesehen. Die Bibliothek gehört zum Einzugsgebiet der Mensa II in der benachbarten Silberlaube.
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Wegen eingeschränkter Öffnungszeiten in den Semesterferien ist hier abends nichts mehr zu holen, es herscht gähnende Leere. Die Mensa ist aber offen und man kann diverse Automaten nutzen. Etwas Warmes gibt es eine Etage höher im Ristorante Galileo. Von der Terasse aus hat man den besten Blick auf das Fostersche Glashirn.

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Der Mensa-Einfluss ist unverkennbar: Der Gast ist erstmal unsicher, ob der Kellner an den Tisch kommt oder man seine Bestellung am Tresen oder am Service-Stammtisch aufgeben soll. Italienurlaub-Assoziationen sollen durch den inflationären Gebrauch von „prego“ geweckt werden. Diese werden allerdings durch von den Nachbartischen ans Ohr dringende Gesprächsfetzen neutralisiert: Es dominieren gesellschaftspädagogische Themen. Der FU-Student gibt sich 68er-traditionsbewusst. Ziemlich uncool, wo diese Geisteshaltung (die Menschen dort abholen, wo sie sind) doch mittlerweile staatstragend ist.
Das Bier (Kulmbacher) ist viel zu warm und schal. Die Spaghetti Mare sind okay, auch was die Fleischeinlage angeht. Allerdings besteht diese fast ausschließlich aus diesen Saugnapf-Tierchen und Calamaris, eine Muschel war trotz gründlichem Stochern nicht zu finden. Parmesan und vom Kellner frisch aus der Mühle gemahlenen Pfeffer vermisst man im Galileo. Entschädigt wird der müde hungrige Leser mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang unter Palmen.
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Hier noch einmal die einzelnen Bereiche:
Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (ehemals B 890)
Anglistik (ehemals B 804)
Byzantinistik / Neogräzistik(ehemals B 891)
Germanistik / Niederlandistik (ehemals B 806)
Klassische Philologie (ehemals B 801)
Lateinamerika-Institut (ehemals B 883)
Mittellateinische Philologie (ehemals B 880)
Romanistik (ehemals B 817)
Slawistik – Teilbestand des Osteuropa-Instituts (ehemals B 865)
Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft (ehemals B 833)

Die Bibliothek der Nordamerika-Studien befindet sich im John F. Kennedy-Institut.

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