Gepostet am 21. Januar 2013 ¬ 16:55h.leser
Über das gastronomische Umfeld des Landesarchivs am Eichborndamm wurde an dieser Stelle zwar bereits ausführlich berichtet, seit 2005 hat sich hier allerdings einiges verändert.
Darüber hinaus wird das Archiv künftig auf noch größeres Interesse stoßen, da sukzessive die historischen Personenstandsunterlagen der Berliner Standesämter hier zentral zur Nutzung bereitgestellt werden.
Im Archiv selbst gibt es wie gehabt einen Kaffeautomaten, Getränke- und Snackautomaten, am Informationstresen liegen die aktuellen Speisepläne zweier Kantinen aus, die zu Fuß zu erreichen sind. Etwa 700m den Eichborndamm hinauf sind es bis zur Deutschen Dienststelle (WASt, Wehrmachtauskunftstelle). Wie im Bundesarchiv bekommt man beim Pförtner ein Schild zum Anstecken,

kann so dekoriert das eine oder andere freundliche “Mahlzeit” auf den Gängen erwidern und sich dann mit den dortigen Mitarbeitern in die Essensschlange einreihen. Es gibt sogar einen Freisitz, (weiterlesen …)
Gepostet am 5. September 2012 ¬ 16:17h.leser

Am Rande von Venarey-les Laumes, inmitten burgundischer Hügellandschaft, direkt neben dem örtlichen Super U, ist im vergangenen Frühjahr ein Ufo gelandet!
Ziel der Invasion war vermutlich die Demonstration kosmischer Überlegenheit: Mit Hilfe von Luftbildern, Caesars uns allen aus Latinum-Vorbereitungskursen bestens bekannter Schrift “De bello Gallico”, diverser Asterixhefte sowie auf den Vorarbeiten von Napoleon III aufbauender Ausgrabungen gelang es den Extraterrestrischen, den in der irdischen Forschung heftig umstrittenen Schauplatz der Entscheidungsschlacht zwischen dem römischen Feldherrn und den unter Führung des Vercingetorix verbündeten Gallierstämmen im Jahre 52 v. Chr. zu lokalisieren. (weiterlesen …)
Gepostet am 13. Dezember 2011 ¬ 17:04h.leser
Bis 1929 Kultur- und Verwaltungszentrum von Grafschaft, Fürstentum und Freistaaat Waldeck-Pyrmont, überlässt Bad Arolsen heute Korbach die Administration des nordwesthessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg. Emma zu Waldeck und Pyrmont, die wohl populärste Queen-Mum der niederländischen Geschichte, wurde hier geboren, ebenso wie der in Berlin mit vielen seiner Werke vertretene Bildhauer Christian Daniel Rauch. Der 9. Grad östlicher Länge von Greenwich verläuft durch die Stadt, seit 1994 genießt Arolsen den Status eines Heilbades. Das Tourismusmarketing setzt heute weniger auf Historie als auf Wellness, das um die Fürstenresidenz herum angelegte Barockensemble lädt zum Flanieren ein.

Kartengrüße aus Bad Arolsen
Überregional und international wird der Name der Stadt vor allem mit dem Internationalen Suchdienst in Verbindung gebracht. Diese gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von verschiedenen alliierten bzw. internationalen Organisationen und Konsortiem initiierte Einrichtung beschäftigte sich zunächst (weiterlesen …)
Gepostet am 1. September 2011 ¬ 14:57h.Stadtarchiv Speyer

Die Bestände des Stadtarchivs Speyer gehen zurück bis in das 12. Jahrhundert. Das Archiv ist somit eines der traditionsreichsten und schon im Mittelalter gut belegten Kommunalarchive der Pfalz. Dass sich das Stadtarchiv bei aller Tradition den neuen Medien nicht verschließt, sei nur am Rande bemerkt: Das Archiv betreibt als eines von noch wenigen deutschen Archiven Auftritte auf Facebook, Twitter usw.
Doch jetzt einige Tipps für die obligatorischen Benutzer-Pausen, zusammengestellt von unseren Mitarbeitern Julian Weiler und Elisabeth Steiger: (weiterlesen …)
Gepostet am 2. März 2011 ¬ 18:03h.leser
Ein Alleinbesitz-Treffer im KOBV führt hoch hinaus, in die 9. Etage des denkmalgeschützten Telefunken-Hochhauses, das sich heute diverse Institute der TU sowie An-Institute von Telekom und Daimler teilen.
Mit dem Aufzug geht es nach oben. Man bekommt gegen ein Pfand einen Schlüssel für ein Schließfach, trägt sich in ein Nutzerbuch ein – kein Problem, den TU-Bibliotheksausweis zu Hause vergessen zu haben. Auch zum Kopieren ist es nicht erforderlich, die ohnehin schon stattliche Kopierkarten-Sammlung um ein weiteres Plastikkärtchen zu bereichern – es wird bar bezahlt.
Der Bestand der kleinen Bibliothek orientiert sich am thematischen Profil des Instituts – laut Selbstdarstellung auf der Homepage Forschung und Lehre über Vorurteile und ihre Folgen. Das klingt zunächst transdisziplinär-theorielastig, den breitesten Raum nehmen allerdings klassische Regionalstudien zur deutsch-jüdischen Geschichte ein. Hier finden sich viele in Deutschland sonst selten verfügbare Titel und graue Literatur in selbsterklärender Freihandaufstellung. Die Leseplätze befinden sich bereits weit über der berlinüblichen Traufhöhe (weiterlesen …)
Gepostet am 24. Januar 2011 ¬ 20:23h.leserKommentare deaktiviert
Eine freundliche Nachfrage am Ausleihtresen der Stabi West gab den Anstoß, auf der Suche nach Blogbarem die Bibliotheksbesuche der letzten Monate Revue passieren zu lassen. Die Zeitreise, vorbei an den “üblichen verdächtigen” hier bereits besprochenen Häusern stoppt im letzten Sommer, in der nordsüdwestenglischen Provinz, im Städtchen Camelford.
Wegen der immer lückenloseren Netzanbindung der einheimischen Bevölkerung sind Internetcafes abseits touristischer Hauptrouten immer seltener anzutreffen. (weiterlesen …)
Gepostet am 23. Juli 2010 ¬ 22:28h.leser
Alle Jahre wieder, wenn in Dahlem die Magnolien blühen, rückt ein Mangel ins Bewusstsein des vom Aktenstudium müde blinzelnden Lesers: Auf den das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz umgebenden weitläufigen Grünflächen fehlen…. Bänke!

Das Archiv in der Archivstraße dokumentiert nahezu neun Jahrhunderte brandenburg-preußischer (weiterlesen …)
Gepostet am 21. März 2010 ¬ 23:51h.leser
Die Leipziger Buchmesse ist eine Publikumsmesse. Hier werden also nicht nur Bücher, Autoren und Verlage vermarktet, sondern auch deren Zielgruppe – die Leser – strömen zahlreich auf das Messegelände auf dem Areal des alten Mockauer Flughafens, zum Stöbern und zum Besuch der zahlreichen Literaturveranstaltungen, die hier und anderswo im Rahmen des Festivals “Leipzig liest” stattfinden.
Sehen und gesehen werden ist ein wichtiger Aspekt des Messerummels. Seit dem Manga-Hype ist die gläserne Eingangshalle zu einem Catwalk für Cosplayer geworden. Die Gothic-Szene belagert die Stände der (weiterlesen …)
Gepostet am 11. März 2010 ¬ 11:31h.leser
Die Asbestreinigung eines Magazins in der Stabi-West erfordert derzeit die Ausweitung des Literaturbeschaffungs-Reviers. Heute führt die Suche im Verbundkatalog nach einem verfügbaren Exemplar des vorübergehend unzugänglichen Titels in die UB der FU in der Dahlemer Garystraße.
Die Jagdinstinkte werden angeheizt durch die Rauminstallation “The Black Forrest oder der Medienwald” – Teil der aktuellen Ausstellung “Bücherwelten” des Künstlers Wolfgang Nieblich im Foyer des Bibliotheks-Hauptgebäudes.

Von dort aus geht es direkt in die Katakomben (weiterlesen …)
Gepostet am 10. März 2008 ¬ 09:00h.leser
Die größte bildungsgeschichtliche Spezialbibliothek Deutschlands ist verkehrsgünstig gelegen – unmittelbar an S- und U-Bahnhof Warschauer Straße unweit des Berliner Ostbahnhofs an der Grenze der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg
.
Vorgängerinstitutionen wie Deutsches Schulmuseum, Deutsche Lehrerbücherei. Pädagogische Zentralbibliothek der DDR begründen eine nunmehr fast 130jährige Tradition.

Neben einem umfangreichen Bestand an Monographien, Zeitschriften, Schulprogrammen und Jahresberichten, einem Archiv mit Nachlässen von Pädagogen wie Friedrich Fröbel, Adolph Diesterweg, Berthold Otto und Adolf Reichwein sind vor allem die Onlineangebote der Bibliothek bemerkenswert. Aber auch die analogen Dienstleistungen lassen wenig zu wünschen übrig mit Lieferzeiten aus dem Magazin von wenigen Minuten, großem Freihandbestand und eigenem Aufsatzlieferdienst.
Dank gleich mehrfacher Bahnhofsnähe ist das Imbissangebot besonders vielgestaltig. Am bekanntesten ist wohl die Kantine von Universal Music.

Spreeblick und Coolnessfaktor ziehen viel Volk aus der Kreativbranche an. Um in der Mittagspause zu entspannen, z.B. die ausliegende Tagespresse zu lesen, ist es ein bisschen zu voll. Allerdings gibt es hier die wohl schönsten Outdoor-Raucherplätze auf dem Spreesteg, wo im Sommer auch Liegestühle stehen sollen.
Die Gerichte liegen preislich und qualitativ etwas über sonstigem Kantinenniveau – haben aber alle Nachteile, die lange warmgehaltenes Essen eben so hat. Da kann ein Döner z.B. vom Bagdad-Grill am Schlesischen Tor oder die Tagessuppe mit Dessert in der Coffee Bar in der Rotherstraße die klügere Wahl sein.